APPstrumente-Unterricht

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Digitalisierung in der musikalischen Bildung – ganz ohne Digitalpakt

Beitrag erschienen in Neue Gesellschaft|Frankfurter Hefte 12/2019

 

„Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“ Wie sehr sich diese Vorhersage von Carly Fiorina, der ehemaligen Chefin von Hewlett-Packard aus dem Jahr 2009 in unserem Alltag und Berufsleben bewahrheitet hat, erleben wir täglich. Das deutsche Bildungssystem hingegen entzieht sich bislang der umfassenden Digitalisierung unserer Lebenswelt recht nachhaltig, sodass ihm bundesweit mit einem Digitalpakt auf die Sprünge geholfen werden soll.

Die Diskussionen darüber, ob dies überhaupt wünschenswert ist – und falls ja, in welchem Umfang –, fanden auch in dieser Zeitschrift ihren Niederschlag (NG|FH 7+8/2019). Noch weiter auseinander gehen die Meinungen bei der Frage, wie die Digitalisierung der Schule erfolgreich sein kann. Denn inzwischen zeigen zahlreiche Beispiele, dass es nicht damit getan ist, neue Hardware in Form von Whiteboards und Tablets anzuschaffen, solange einerseits in vielen Regionen Deutschlands kein ausreichendes WLAN verfügbar ist und andererseits die Lehrkräfte nicht geschult sind, mit den neuen Geräten umzugehen und sie sinnvoll in den Unterrichtsalltag zu integrieren.

Auch jenseits des staatlichen Schulsystems gibt es inzwischen vielfältige Ansätze, Lernprozesse mit digitalen Hilfsmitteln zu unterstützen. Im Bereich der musikalischen Bildung beispielsweise wird bereits seit Längerem diskutiert, wie digitale Medien das Musizieren und Musizieren-Lernen bereichern können. So haben sich einige private wie auch kommunale Musikschulen auf den Weg gemacht, die Digitalisierung ihrer Institution voranzubringen.

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